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Namensauflösung

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Am 15.04.2010 um 15:29

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Die Namensauflösung ermöglicht die Übersetzung von Domainnamen in eine von Computern lesbare IP-Adresse und kann mit einer Telefonbuchabfrage verglichen werden.

Menschen können sich sprechende Namen weitaus besser merken - Computer hingegen verwenden numerische Adressen. So werden im Internet Domainnamen verwendet, welche durch die Namensauflösung z.B. von www.domainmonitor.ch in die IP-Adresse 89.110.131.220 übersetzt werden.

In Netzen, welche auf dem Internetprotokoll (IP) basieren, werden zwei unterschiedliche Typen von Namen unterschieden. Der Hostname wird in der Regel mit dem Domain Name System (DNS) übersetzt. Dieser Vorgang wird auch DNS-Namensauflösung genannt. Bei NetBIOS-Namen kommt hingegen eine NetBIOS-Namensauflösung zur Anwendung.

Eine Namensauflösung kann über mehrere Stufen durchgeführt werden, wobei verschiedene Verfahren zum Zuge kommen, bis der Name in eine IP-Adresse aufgelöst wurde. Zuerst wird im lokalen Cache geprüft, ob der Name zuvor bereits aufgelöst wurde. Falls sich die zugehörige IP-Adresse im Cache befindet, wird die IP-Adresse zurückgegeben und der Prozess wird beendet. Lokale Caches stehen für NetBIOS- und Hostnamen zur Verfügung. Dies ist mit der Wahlwiederholung beim Telefon vergleichbar.

Falls der lokale Cache keine Ergebnisse liefert, wird über einen Broadcast (Rundruf) versucht, die Adresse herauszufinden. Kommt eine Antwort zurück, so wird diese im lokalen Cache abgelegt, damit diese bei zukünftigen Anfragen direkt zur Verfügung steht. Der Broadcast richtet sich im direkt angeschlossenen Netz an alle Computer. Die Anfrage bleibt jedoch im selben Netzsegment und wird nicht über Router weitergeleitet. Dies ist vergleichbar mit einem Grossraumbüro, in welchem man den gesuchten Namen ausruft. Es werden nur Antworten von Personen zurückkommen können, welche sich im selben Raum befinden.

Zur Namensauflösung kann auch eine lokale Konfigurationsdatei verwendet werden. Diese Textdatei enthält eine Tabelle mit einem Namen under zugehörigen IP-Adresse. Diese Dateien liegen lokal auf dem Rechner vor und werden z.B. als hosts oder lmhosts bezeichnet. Die hosts-Datei wird für die DNS-Namensauflösung, die lmhosts-Datei für die NetBIOS-Namensauflösung verwendet. Die hosts-Datei befindet sich bei UNIX-artigen Systemen unter /etc/ und bei Windows-Systemen unter C:\WINDOWS\system32\drivers\etc.

In IP-Netzen werden die folgenden zwei Dienste zur Namensauflösung verwendet:

  • DNS-Server-Dienst
    Die Auflösung von Host-Namen erfolgt via der DNS-Server.
  • WINS-Server-Dienst
    Die Auflösung von Net-BIOS Namen übernimmt der WINS-Server. Er aktualisiert seine Informationen dynamisch.

Dieser Vorgang ist mit der Telefonauskunft vergleichbar. Diese ruft man an und fragt nach der Telefonnummer einer Person. Dabei ist jeder selbst verantwortlich, dass die korrekte Telefonnummer bei der Telefonauskunft hinterlegt wurde. Dadurch lassen sich auch Personen erreichen, welche sich nicht im selben Raum befinden.